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Hunderte Oldtimerfreunde steuern Anfang September die Eifel an – Bitburg Classic, Autofestival und GäßestrepperfestAuf 10 000 Quadratmetern sind bei der „Bitburg Classic“ Old- und Youngtimer zu sehen.

BITBURG. Wasser aus Kyll und Nims, etwas Bitburger Bier, ein wenig Eifelschnaps, eine Prise Bohnenkraut – und dazu noch ein paar geheime Zutaten. Das soll schmecken? Nein, muss es gar nicht. Denn das, was die Bitburger „unheilige Bruderschaft“ da Jahr für Jahr zusammenbraut, ist nicht zum Trinken bestimmt, sondern dient als „Weihwasser“ für die drei Täuflinge beim Gäßestrepperfest. Dafür werden drei verdiente Bürger öffentlich in den Stock gespannt und mit der Brühe übergossen.


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Echte „Beberiger“

Nach überstandener Prozedur sind sie dann echte „Beberiger“ Jungs oder Mädchen. Wen es diesmal trifft? Das wird noch nicht verraten. Fest steht nur: Bewerben kann man sich nicht, man wird dazu erwählt. Das Gäßestrepperfest beginnt am Samstag, 3. September, um 11 Uhr, in der Bitburger Innenstadt, die Taufprozedur ist gegen 16 Uhr am Petersplatz. Gefeiert wird aber nicht nur in der Innenstadt, auch im Gewerbegebiet Auf Merlick werden viele Besucher erwartet: Bitburg ist nämlich nicht nur Bier- sondern auch Autostadt. 28 Vertragshändler haben sich in der Bitburger Autowelt zusammengeschlossen, um sich – bei aller Konkurrenz – gemeinsam besser zu vermarkten. Schon zum zehnten Mal organisieren sie in diesem Jahr das Bitburger Autofestival. Dort werden am Samstag
und Sonntag, 3. und 4. September, mehr als 2000 Fahrzeuge auf Käufer warten – vom Kleinwagen bis zum Familien-Van, vom luxuriösen Neuwagen bis zum günstigen Gebrauchten, viele davon zu besonderen Festival-Preisen. Der Sonntagnachmittag ist zudem in der ganzen Stadt verkaufsoffen. Neben denen, die sich für die aktuellen Modelle interessieren, kommen in Bitburg auch Liebhaber alter Autos auf ihre Kosten.

Old- und Youngtimer
 
Zum nunmehr sechsten Mal gibt es nämlich parallel zum Autofestival die „Bitburg Classic“ – eine Ausstellung von Old- und Youngtimern, also Fahrzeugen, die mindestens 20 Jahre alt sind. Dazu werden wieder mehr als 500 Teilnehmer aus der gesamten Großregion erwartet. Insgesamt stehen auf dem Gelände der Firma Metzen, Dieselstraße 5, 10 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung. Die Veranstalter betonen den nichtkommerziellen Charakter der „Bitburg Classic“: Sowohl für Aussteller, die ihre liebevoll gepflegten Schätzchen präsentieren möchten, als auch für Besucher, die sich die alten Wagen anschauen möchten, ist der Besuch der Ausstellung kostenfrei.

Schwerpunkt Ford

Willkommen sind Modelle aller Marken, einen Schwerpunkt legen die Organisatoren in diesem Jahr auf die Klassiker aus dem Hause Ford – zum Beispiel der Typen Taunus, Escort, Transit, Consul, Granada, Capri. Besonders gesucht werden noch Exemplare der ersten Stunde des längst wieder eingestellten Modells Scorpio (ab 1985) und des Fiesta, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert und inzwischen in der siebten Generation erhältlich ist. Ganz stilecht können sich Besucher zwischendurch stärken: in einem historischen Doppeldecker-Bus, der zum Café umgerüstet wurde.
Nach Angaben der Veranstalter haben sich schon mehr als 100 Teilnehmer für die Bitburg Classic angemeldet. „Dazu gehören zum Beispiel auch Raritäten wie ein Goliath Hansa 1100 von 1961 von einem Teilnehmer aus Mönchengladbach und zahlreiche Ford-Klassiker aus Europa und USA“, verrät Organisator Markus Angel. Unter allen Teilnehmern der Veranstaltung verlost das Bitburg Classic Team an beiden Tagen je ein Fotoshooting mit einem der Oldtimer. Geöffnet ist die Bitburg Classic jeweils am Samstag und Sonntag von 9.30 Uhr bis 18 Uhr. Daniel John

bit classic 2016 artikel die woch 2Weitere Informationen zur „Bitburg Classic“ gibt es unter Telefon 0157/33212693, auf www.facebook.com/bitburg.classic.team und auf www.bitburg-classic.de
Dort können sich Aussteller über ein Formular anmelden.

Wer beim Gäßestrepperfest getauft wurde und was bei Autofestival und „Bitburg Classic“ los war, lesen Sie montags im Trierischen Volksfreund.

Nasse Prozedur: die Gäßestreppertaufe – hier im Jahr 2014 für die Bitburger Wirtin Gisela Nospes.
Foto: Archiv/Bettina Bartzen

 

 

QUELLE: Artikel aus der "Bitburger Woch", Wochenblatt des Trierischen Volksfreunds, Jahrgang 01 - Woche 30, 30. Juli 2016